21. April 2026

Tirols Landwirtschaftliche Landeslehranstalten

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Allen Standorten gemeinsam ist der starke Praxisbezug und die enge Verbindung zur Region. Die Ausbildung an einer LLA orientiert sich an den Anforderungen des ländlichen Raums und eröffnet vielfältige berufliche Perspektiven.
Ausbildung mit Zukunft

Fünf Standorte, ein gemeinsames Ziel: Die Landwirtschaftlichen Landeslehranstalten (LLA) in St. Johann i.T., Rotholz, Lienz, Imst und Landeck stehen für eine moderne und vor allem praxisnahe Ausbildung im ländlichen Raum. Je nach Standort werden unterschiedliche Fachrichtungen und Schwerpunkte angeboten – von Land- und Forstwirtschaft über Pferdewirtschaft, Betriebs- und Haushaltsmanagement bis hin zu Gesundheit, Soziales, Ernährung, Tourismus und Kinderbetreuung.

Praxis im Unterricht im Mittelpunkt

Die Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft in Tirol ist viel fältig: Neben der klassischen dreijährigen Fachschule bieten die Landwirtschaftlichen Landeslehranstalten auch Angebote in der Erwachsenenbildung sowie im Berufsschulwesen. Damit spannt sich ein breiter Bildungsbogen – vom Einstieg für Jugendliche bis zur Weiterbildung für Erwachsene.
Im Unterricht wird nicht nur Theorie gelernt, sondern vor allem gearbeitet, gestaltet und ausprobiert. Ob im Wald, im Stall oder im Betrieb – gelernt wird dort, wo es darauf ankommt: direkt in der Praxis. Im Forstbereich stehen Arbeiten wie Aufforstung, Jungbestandspflege oder der sichere Umgang mit Motorsäge und Werkzeug am Programm. In der Landwirtschaft reicht das Spektrum von Tierhaltung und Pflanzenbau bis zur Bewirtschaftung von Flächen. Der gesamte Weg von Lebensmitteln – vom Anbau bis zum fertigen Gericht auf dem Teller – wird nachvollziehbar gemacht. Ergänzt wird dies durch praktische Einblicke in Tourismus, Vermarktung, Kinderbetreuung oder Pflege – je nach Ausbildungsschwerpunkt. So entsteht ein Lernen, das den Alltag im ländlichen Raumrealitäts nah abbildet.

Mehr als Hof: Ein Berufsbild mit vielen Möglichkeiten

Gerade im heurigen internationalen Jahr der Bäuerin rückt das vielseitige Berufsbild der LandwirtInnen besonders in den Mittelpunkt. Hinter der Ausbildung in der Fachrichtung Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement an den fünf Tiroler Standorten steckt weit mehr als klassische Hauswirtschaft – sie ist ein Sprungbrett in zahlreiche Berufsfelder. Die Ausbildung bereitet darauf vor, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen und zeigt auf, wie viel seitig und modern das Berufsfeld Landwirtschaft kombinierbar ist – weit über den Hof hinaus: im Tourismus, in der Direktvermarktung oder im Sozialbereich. Von Pflege bis zum Käsesommelier – Zusatzqualifikationen! Je nach Standort setzen die Schulen unterschiedliche Schwerpunkte und bieten Zusatzqualifikationen an: von Produktverarbeitung über Tourismus im Rahmen der Landwirtschaft bis hin zu Pflege in Theorie und Praxis, Sprachunterricht, einer Zusatzausbildung zum Käsesommelier oder Assistenzkraft in Kinderbetreuungseinrichtungen und viele mehr. Weitere Infos dazu unter: lla-tirol.tsn.at
 
„Die Zukunft unserer Höfe, Wälder und Dörfer beginnt bei gut ausgebildeten jungen Menschen.“
– LHStv Josef Geisler
 

Berufswunsch TierärztIn?

Junge Menschen, die sich für ein Studium der Veterinärmedizin interessieren, können auch heuer wieder in die Welt der Tiermedizin eintauchen: Von 13. bis 17. Juli 2026 findet die Summer School VetINNSights in Rotholz/Strass im Zillertal statt. Die Initiative des Landes Tirol in Kooperation mit der Veterinärmedizinischen Universität Wien richtet sich vor allem an SchülerInnen zwischen 16 und 19 Jahren und bietet einen fundierten Einblick in Studium, Aufnahmeverfahren und Beruf.
Weitere Infos unter: www.tirol.gv.at/summerschool
 

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