Bitte beachten: „Health Mobil“ Kufstein, Schwaz und Kitzbühel abgesagt

Die ursprünglich in der Septemberausgabe der Tiroler Landeszeitung angekündigten öffentlichen Influenza-Impftermine des „Health Mobil“ in Kufstein, Schwaz und Kitzbühel mussten abgesagt werden, weil das genaue Lieferdatum von einem der drei benötigten Impfstoffe noch nicht bekannt ist und damit eine zeitgerechte Planung der Tour nicht gewährleistet werden kann. Die Schulimpfaktion an rund 100 Schulen in den Bezirken Schwaz, Kufstein und Kitzbühel bleibt aufrecht.
 

Warum braucht es die Frauengesundheitsstraße?

Frauengesundheit ist zwar nicht nur Frauensache, dennoch spielt gerade für Frauen die Gesundheits-kompetenz eine besondere Rolle. Der weibliche Körper verändert sich im Laufe des Lebens mehrfach – von der ersten Menstruation über Schwangerschaft und Geburt bis hin zu den hormonellen Umstellungen durch die Menopause. Gleichzeitig zeigen sich viele Erkrankungen bei Frauen mit anderen Symptomen, Verläufen oder Risikofaktoren als bei Männern und werden daher teilweise später erkannt. Wer gut informiert ist, stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper und kann die Gesundheit in jeder Lebensphase aktiv mitgestalten. Das Ziel der Frauengesundheitsstraße ist es, Frauengesundheit für alle sichtbar zu machen und auf Unterstützungsangebote wie die First Love Ambulanz, psychosoziale Angebote oder die Ernährungsberatung aufmerksam zu machen.

Kostenlose Angebote mit ExpertInnen vor Ort

An interaktiven Stationen bietet die Frauengesundheitsstraße in allen Tiroler Bezirken die Möglichkeit, mit ExpertInnen ins Gespräch zu kommen und kostenlose Gesundheitsangebote zu nutzen:
  • EKG- und BIA-Messungen (Herzfunktion und Körperzusammensetzung)
  • Lipoprotein(a)-Messungen (Risikoabschätzung für Gefäßverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall) Beratungen zu Endometriose und Menopause
  • Blutdruckmessungen
  • Beratungen zu Kinderwunsch sowie zu Gesundheit vor, während und nach der Schwangerschaft
  • First Love Ambulanz: Beratung zu Zyklus, Verhütung und sexuell übertragbaren Infektionen
  • Beratungen zu psychischer Gesundheit
  • Ernährungsmedizinische Beratung (z. B. Ernährung bei Endometriose oder kardiovaskulärem Risiko)
  • Informationen und Probenentnahme für die Stammzellspende

Frauengesundheit in Tirol

Die Frauengesundheitsstraße basiert auf der Tiroler Frauengesundheitsstrategie. Gemeinsam mit ExpertInnen aus dem Gesundheits- und Sozialbereich, weiteren Institutionen und Betroffenen wurden elf zentrale Themen rund um die Frauengesundheit erarbeitet – von psychischer und sexueller Gesundheit bis hin zu Armut und Gewalt. Die Strategie bildet die Grundlage, um Gesundheitsversorgung und Prävention für Frauen in Tirol weiter zu verbessern. Die Frauengesundheitsstraße macht diese Themen sichtbar und informiert Frauen – und auch Männer – über verschiedene Angebote.

Nicht verpassen!

Alle Termine im Überblick:

Die Frauengesundheitsstraße findet an folgenden Terminen jeweils zwischen 10 und 15 Uhr statt und kann unabhängig vom Wohnort besucht werden – beispielsweise sind KufsteinerInnen auch herzlich in Kitzbühel eingeladen!
□ Bezirk Reutte: 3. Oktober 2026, Wirtschaftskammer Reutte
□ Bezirk Lienz: 7. Oktober 2026, Johannesplatz Lienz
□ Bezirk Kufstein: 8. Oktober 2026, Kufstein Galerien
□ Bezirk Innsbruck-Land: 16. Oktober 2026, Inntalcenter Telfs
□ Bezirk Kitzbühel: 22. Oktober 2026, Kaisersaal St. Johann in Tirol
□ Stadt Innsbruck: 26. Oktober 2026, Landhaus 1 (Tag der offenen Tür von 10 bis 17 Uhr)
□ Bezirk Schwaz: 11. November 2026, Stadtgalerien Schwaz
□ Bezirk Imst: 12. November 2026, FMZ Imst
□ Bezirk Landeck: 20. November 2026, Altes Kino Landeck (Start bereits ab 9 Uhr)
Alle Termine, Informationen, Angebote und Veranstaltungen zur Frauengesundheit unter: www.tirol.gv.at/frauengesundheit
 
„Frauengesundheit ist nicht nur Frauensache.“
– Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele
 
„Wir bringen Infos zu Frauengesundheit direkt in alle Tiroler Bezirke.“
– Frauenlandesrätin Eva Pawlata

Wenn man das erste Mal mit Pflegethemen konfrontiert ist, tauchen viele Fragen gleichzeitig auf:

Welche Angebote gibt es? Wer hilft mir weiter? Und wie lässt sich das alles organisieren? Orientierung bietet hier das CareManagement Tirol – die persönliche Beratungsstelle in allen Bezirken des Landes.
Seit dem Start 2019 hat sich das CareManagement Tirol des Landesinstituts für Integrierte Versorgung zur zentralen Drehscheibe in der Pflegelandschaft entwickelt. Die Care-ManagerInnen – diplomierte Pflegefachkräfte und SozialarbeiterInnen – informieren über regionale Versorgungsangebote wie mobile Pflege, Tagespflege oder Heimplätze, klären Finanzierungsfragen und helfen auch bei sozialrechtlichen Themen. Die Zahlen sprechen für sich: 2025 wurden insgesamt 2.100 Informationsgespräche geführt. Bei rund 500 Personen erfolgte eine ausführlichere Beratung und knapp 110 Personen mit sehr komplexem Pflege- und Betreuungsbedarf wurden im Rahmen eines längerfristigen Case-Management-Prozesses begleitet – bei Bedarf sogar zu Hause.
Das CareManagement Tirol engagiert sich seit mehreren Jahren außerdem für die Sensibilisierung zum Thema „Young Carers“ und fungiert hier als Anlauf- und Vernetzungsstelle. Dabei handelt es sich um Kinder und Jugendliche, die in ihren Familien bereits Pflegeaufgaben übernehmen.
Das CareManagement Tirol steht mit seinem breitgefächerten Angebot nicht nur Betroffenen und deren Angehörigen, sondern auch Anbietern von Pflegedienstleistungen, Krankenhäusern, behandelnden ÄrztInnen und den Gemeinden zur Seite. Das Ziel bleibt immer gleich: den besten Weg in die Pflege finden – schnell, unkompliziert und passend zur Lebenssituation. Weitere Informationen und Kontaktdaten auf der Website des CareManagement Tirol unter: www.caremanagement-tirol.at 

Gut beraten – mit gesunder Ernährung

Gesund essen – was einfach klingt, ist im Alltag oft nicht so leicht. Die Ernährungs- und Diätberatung des Landes Tirol bietet Hilfe und liefert Antworten auf die drängendsten Fragen: Wie ernähre ich mich gesund? Was kann ich gegen Übergewicht tun? Ich habe Unverträglichkeiten – was sollte ich bei meiner Ernährung beachten? Egal ob es um Gewichtsmanagement, Diabetes mellitus, Darmbeschwerden oder Essstörungen geht – die ExpertInnen helfen dabei, den eigenen Weg zur ausgewogenen Ernährung zu finden.
Das Angebot der Ernährungs- und Diätberatung ist flächendeckend: 46 Beratungsstellen gibt es in ganz Tirol, 29 DiätologInnen stehen dafür im Einsatz. Die Bilanz für 2025 zeigt: Mehr als 2.800 Beratungen wurden durchgeführt. Besonders gefragt waren Themen wie Adipositas, Diabetes mellitus, Magen-Darm-Beschwerden oder gesunde Ernährung. Die Angebote sind bewusst niederschwellig: Interessierte können sich direkt melden – für alle ist die Beratung kostenlos. Es wird keine ärztliche Überweisung oder e-Card benötigt. Ein Extra: Neu ist die Möglichkeit, eine Online-Videoberatung in Anspruch zu nehmen. Jetzt telefonisch Beratungstermin vereinbaren: www.tirol.gv.at/ernaehrung
 

Vor knapp drei Jahren startete die Pflegelehre in Tirol.

Damit können Jugendliche ab 15 Jahren direkt nach der abgeschlossenen Pflichtschule in den Pflegeberuf einsteigen. Die ersten Pflegelehrlinge in Tirol machen heuer ihren Abschluss. Die Lehre „Pflegeassistenz“ dauert drei, die Lehre zur „Pflegefachassistenz“ vier Jahre. Im Schuljahr 2023/2024 startete die erste Klasse. Davor war ein Einstieg in den Pflegeberuf in Tirol nur über die Ausbildung an einer berufsbildenden Schule oder über die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen ab 17 Jahren möglich.

5 Fragen an Pflegelehrling Lilly

Landeszeitung: Was hat dich dazu motiviert, eine Pflegelehre zu beginnen?
Lilly: Ich wusste schon immer, dass ich im medizinischen Bereich arbeiten möchte. Nach meinem Praktikum im Wohn- und Pflegeheim Mieming war ich begeistert, und durch meine Mama bin ich dann auf die Pflegelehre gekommen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus und was gefällt dir daran besonders?
Mein Arbeitsalltag besteht aus Morgenpflege, Übergaben, Essen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und oft aus Aktivitäten wie Basteln, Spielen, Ausflügen – auch psychosoziale Entlastungsgespräche dürfen nicht fehlen. Ich darf auch zweimal im Monat selbstständig einen Kinonachmittag organisieren. Kein Tag ist gleich und man hat viel Abwechslung!

Welche Fähigkeiten und Eigenschaften sollte man für die Pflegelehre mitbringen?
Man sollte geduldig, empathisch und teamfähig sein. Ein gesunder Hausverstand ist auch nicht schlecht. Kreativität ist im Alltag jedenfalls hilfreich. Was sind aus deiner Sicht die größten Vorteile dieser Ausbildung?
Man lernt einen Beruf, der immer gebraucht wird, und kann schon früh eigenes Geld verdienen.

Was würdest du jenen raten, die überlegen, eine Pflegelehre zu starten?
Mit Empathie, Respekt, Kreativität und Geduld kommt man weit.
Man lernt nicht nur professionelles Pflegen und Begleiten, sondern was fürs Leben. Für mich war es der richtige Weg – vielleicht ist er das ja auch für euch.

Ausbildungen in der Pflege

Mit rund 2.600 Auszubilden den absolvieren derzeit so viele Menschen wie noch nie eine Pflegeausbildung in Tirol. Dabei setzt man auf wohnortnahe und flexible Modelle wie die Pflegelehre, berufsbildende Schulen mit Pflegeschwerpunkt oder berufsbegleitende Ausbildungen über die regionalen Gesundheits- und Krankenpflegeschulen und die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) Tirol.

Ausbildung Sozialbetreuung

An der SOB Tirol kann man eine Ausbildung zur Sozialbetreuerin bzw. zum Sozialbetreuer machen – mit Schwerpunkten wie Alten-, Behinderten- oder Familienarbeit. Die Ausbildung zur „Pflegeassistenz“ ist dabei bereits inkludiert. Wer bereits als PflegeassistentIn arbeitet, kann sich außerdem im Bereich Alten- oder Behindertenarbeit weiter qualifizieren.
Interessierte können die Ausbildung berufsbegleitend oder in Vollzeit absolvieren – am SOB-Standort in Innsbruck oder an ausgewählten Außenstellen: im Bereich Altenarbeit in den Pflegeheimen in Telfs, Kitzbühel und Zell am Ziller, auf dem Gebiet Behindertenarbeit an der HLW Lienz in Kooperation mit der Lebenshilfe.

Rund 660 Euro Ausbildungsbeitrag

Für Pflege-Auszubildende und -Studierende gibt es eine finanzielle Unterstützung: Sie erhalten während der gesamten Ausbildungsdauer einen monatlichen Ausbildungsbeitrag, wenn bundesweite Förderprogramme (z. B. AMS-Pflegestipendium) nicht greifen. Dieser erhöhte sich mit Jänner 2026 bei Vollzeitausbildungen auf rund 660 Euro pro Monat.

Von Reutte bis nach Lienz

Angehende Pflegekräfte können in ganz Tirol aus 20 wohnortnahen Ausbildungsstandorten wählen. Von der Pflegelehre über berufsbildende Schulen mit Pflegeschwerpunkten sowie Ausbildungen im Sozialbetreuungsbereich bis hin zur regulären Pflege(fach)assistenzausbildung und Bachelorstudiengänge für Gesundheits- und Krankenpflege. Weitere Informationen zu allen Ausbildungsmöglichkeiten unter: tirol.gv.at/pflegeausbildungen

So hängen Klimawandel und Gesundheitswesen zusammen

Das Projekt Mountadapt beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Klimawandels auf das Gesundheitswesen. In Tirol werden dazu verschiedene Maßnahmen umgesetzt – vom Tigermücken-Monitoring über Katastrophenvorsorge bis hin zu innovativen Kühlmethoden in Krankenhäusern.  

Ergänzend gibt es Schulungen für medizinisches Personal. Dazu zählen etwa Medikamentenlagerung, der Umgang mit vulnerablen Gruppen und psychische Auswirkungen. Auch der Austausch zum Thema Hitze zwischen Gesundheits- und Einsatzorganisationen spielt eine wichtige Rolle.
Alle Infos: mountadapt.eu
 
„Noch nie waren in Tirol so viele Menschen in einer Pflegeausbildung.“
– LRin Cornelia Hagele

 

Ein geselliger Spieleabend, ein gemeinsamer Spaziergang oder einfach füreinander da sein: Ehrenamt in der SeniorInnenpflege hat viele Facetten.

Und in Tirol gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu engagieren. Wenn aus einem „Hoangascht“ auch Freundschaften entstehen …
Am Nachmittag schnell den Rucksack packen, aufs Rad schwingen und dann ab ins nahegelegene Pflegeheim. Dort warten die BewohnerInnen schon auf den wöchentlichen Spieleabend, bei dem Freiwillige in die Cafeteria kommen und gemeinsam mit ihnen eine Partie „Mensch ärgere dich nicht“ oder Karten spielen. Denn beim ehrenamtlichen Engagement in der SeniorInnenpflege dreht sich alles ums Zuhören, ums „Da sein“ und um Begegnungen. Wer sich freiwillig engagiert, merkt schnell: Aus einem „Hoangascht“ entwickelt sich gegenseitiges Vertrauen – und in vielen Fällen Freundschaft.

Das Ehrenamt in Zahlen

Tirolweit engagieren sich derzeit rund 5.200 Freiwillige im Pflegebereich (Stand: 16. Februar 2026). Knapp die Hälfte bringt sich bei mobilen Diensten ein, die andere Hälfte ist direkt in Wohn- und Pflegeheimen tätig. Beachtliche Zahlen – und doch braucht es weiterhin Menschen, die sich Zeit für andere nehmen und durch ihr Engagement den Alltag der SeniorInnen bereichern. In manchen Fällen ersetzen sie fehlende Angehörige – und übernehmen damit eine wichtige Aufgabe.

Lachen, spielen, Freundschaft knüpfen

Während viele SeniorInnen bereits ein aufmerksames Gespräch schätzen, können sich Freiwillige auch bei Gruppenaktivitäten wie Leserunden, Musizierabenden oder gemeinsamen Ausflügen einbringen. Eine weitere Unterstützung für noch zu Hause lebende SeniorInnen können Hilfe bei Behördengängen, kleine Handgriffe im Alltag oder das Liefern von „Essen auf Rädern“ sein.  

Reinschnuppern in die Begleitung von SeniorInnen

Wer sich für ältere Menschen engagieren möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Zum einen können Interessierte direkt Kontakt mit den örtlichen Wohn- und Pflegeheimen oder mobilen Diensten aufnehmen – eine tirolweite Übersicht der Einrichtungen ist unter tirol.gv.at/pflege zu finden. Manche Tiroler Gemeinden verfügen auch über eigene KoordinatorInnen für Freiwillige – diese sind die örtliche Drehscheibe für alle Ehrenamtlichen und lokale Projekte. Zum anderen bieten die Tiroler Freiwilligenzentren einen Überblick zum Bedarf in der Region und haben direkten Draht zu den Pflegeeinrichtungen. Der große Vorteil der Freiwilligenzentren: Während ihres Engagements werden Freiwillige begleitet und können von Fortbildungen und Workshops profitieren.

Drei Wege für mehr Engagement

  • Direkt mit Wohn- und Pflegeheim bzw. mobilem Anbieter Kontakt aufnehmen
  • Bei Freiwilligen-KoordinatorInnen in der Gemeinde melden
  • Sich an eines der elf Tiroler Freiwilligenzentren wenden

Freiwilligenwoche mit SeniorInnen – vom Spieletag bis zur Rikscha-Fahrt

Einen ersten Einstieg ins Ehrenamt bietet die Freiwilligenwoche im April. In Innsbruck können Interessierte als angehende Rikscha-PilotInnen betagte Menschen auf kleinen Ausfahrten begleiten. Nach einer kurzen Einschulung beim ISD Wohnheim Lohbach geht es los mit einer gemeinsamen Stadtrunde – ein erster Einblick in eine Form der SeniorInnenbegleitung. In Pfaffenhofen steht bei der Tagesbetreuung „Hoamelig“ des Sozial- und Gesundheitssprengels Telfs und Umgebung vor allem der Spielspaß im Mittelpunkt: Beim Watten oder einer Partie Uno kommen Jung und Alt ins Gespräch – und für den nötigen Energieschub während der Spielrunden ist auch gesorgt. Alle Infos zur Freiwilligenwoche finden Sie unter: www.tirol.gv.at/freiwilligenwoche 

 

Egal ob für einen Arztbesuch, einen Krankenhausaufenthalt oder notwendige Pflege – Tirol bietet ein umfassendes und gut abgestimmtes Gesundheitsangebot.

Mit rund 270 Gesundheitseinrichtungen, einem flächendeckenden Rettungsdienst und zahlreichen Pflege- und Betreuungseinrichtungen wird in Tirol für jede und jeden ein bestmöglicher Zugang zum Gesundheitssystem sichergestellt.
Besonders in Notfällen sorgt ein flächendeckendes System aus Notarztstützpunkten, Flugrettung und Rettungsdiensten dafür, dass PatientInnen schnellstmöglich versorgt werden. Die gute Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten, Kliniken und NotärztInnen gewährleistet die rasche Versorgung, auch in abgelegenen Gebieten.

Schnelle Hilfe im Notfall

Die Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH führt mit ihren Partnern Johanniter, Malteser, Samariterbund und Österreichischer Rettungsdienst an insgesamt 55 Standorten mit rund 840 hauptberuflichen Mitarbeiter- Innen, über 2.700 Ehrenamtlichen und rund 500 ZivildienerInnen Rettungs- und Krankentransporte durch.
Darüber hinaus stehen in ganz Tirol insgesamt 13 Notarztstützpunkte zur Verfügung, wovon acht direkt an die Landes- bzw. Bezirkskrankenhäuser Tirols angebunden sind. Diese Standorte sind jeweils mit einem Notarzteinsatzfahrzeug ausgestattet. In weiteren neun Notarztsystemen in ländlicheren Gebieten versorgen niedergelassene NotärztInnen ihre jeweilige Region. Das Flugrettungssystem ist mit 16 Notarzthubschraubern ausgesprochen dicht: Davon kommen acht ganzjährig und weitere acht Hubschrauber saisonal von November bis April zum Einsatz.

Niedergelassene ÄrztInnen als erste Anlaufstelle

In Tirol setzt man auf eine stufenweise Gesundheitsversorgung. Das heißt: Die PatientInnen wenden sich primär an die insgesamt rund 1.870 Kassen- und WahlärztInnen im niedergelassenen Bereich und werden bei Bedarf an Spitäler weitervermittelt.
Wichtig sind dabei auch neue Modelle wie die Primärversorgung. In sogenannten Primärversorgungseinheiten (PVE) arbeiten mehrere AllgemeinärztInnen mit Personen weiterer Gesundheitsberufe unter einem Dach und stellen verschiedene Leistungen wie Ergotherapie oder Physiotherapie zur Verfügung. Vergangenes Jahr eröffnete in Innsbruck das erste PVE in Tirol, ein weiteres soll im Laufe dieses Jahres in Telfs folgen.
Regional gut versorgt
In den neun öffentlichen Landes- bzw. Bezirkskrankenhäusern Tirols sichern rund 2.600 ÄrztInnen, 6.500 Pflegefachkräfte und 1.400 Personen weiterer Gesundheitsberufe die regionale medizinische Versorgung. Zudem stehen elf bettenführende private Krankenanstalten und 89 private nicht-bettenführende Ambulatorien in ganz Tirol zur Verfügung. Zusätzlich dazu werden an der Landes- Pflegeklinik in Hall als überregionale Schwerpunktpflegeeinrichtung jene Personen betreut, die eine kontinuierliche pflegerische und ärztliche Betreuung benötigen.

Schutz vor Gewalt

Auch der Schutz vor Gewalt spielt in Tirols Gesundheitseinrichtungen eine wichtige Rolle. An der Klinik Innsbruck gibt es ein spezielles Routinescreening in der Notaufnahme, um Anzeichen von Gewalt zu erkennen. Dazu zählt auch das Projekt „Dr. Viola“, bei dem akut Gewaltbetroffene durch den Satz „Ich muss zu Dr. Viola!“ sofort Schutz und Hilfe in der Klinik erhalten.
Zusätzlich kommen in weiteren Landesund Bezirkskrankenhäusern eigens geschulte Gewaltschutzbeauftragte zum Einsatz. Diese helfen nicht nur Betroffenen, sondern schulen auch das medizinische Personal, um das Netzwerk von Gewaltschutzbeauftragten in Tirol weiter auszubauen.

Gesicherte Pflege im Alter

Wer auf Pflege angewiesen ist, kann in Tirol auf ein breites Angebot zurückgreifen: Derzeit betreuen und pflegen rund 9.460 Pflege- und Betreuungskräfte insgesamt über 15.500 Menschen stationär und mobil. Das bedeutet, dass Pflegebedürftige entweder in einem der 93 Tiroler Alten- und Pflegeheime betreut oder zuhause über eine der 66 weiteren mobilen Pflege- und Betreuungsdienste versorgt werden können. Im häuslichen Umfeld leisten vor allem auch pflegende Angehörige einen bedeutenden Beitrag. Sie betreuen rund 80 Prozent der Pflegebedürftigen in Tirol.

Im Podcast spricht Margit Führer, Vorständin der Abteilung Pflege des Landes Tirol, über Herausforderungen in der Pflege. www.tirol.gv.at/podcast

Einen Überblick über Gesundheitseinrichtungen und deren Standorte gibt der Tiroler Gesundheitsdatenatlas unter: www.tirol.gv.at/gesundheitsdatenatlas 


Kommentar:

Unser Ziel in Tirol ist klar: Eine flächendeckend starke Gesundheitsversorgung für alle Tirolerinnen und Tiroler sicherstellen. Das Niveau der Gesundheitsversorgung ist in Tirol sehr hoch – besonders bei Akutfällen. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass sie im Notfall sofort die bestmögliche medizinische Hilfe erhalten. Auch darüber hinaus steht in Tirol ein breit aufgestelltes Gesundheitssystem zur Verfügung: Tirol hat gemeinsam mit Salzburg nach Wien die höchste Ärztedichte mit über sechs Ärztinnen und Ärzten pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Gleichzeitig dürfen wir die Herausforderungen nicht ausblenden: Aktuell steht unser Gesundheitssystem aufgrund des Personalmangels unter Druck. Jede verschobene Operation ist eine zu viel. Wir nehmen diese Sorgen sehr ernst und beobachten die Entwicklungen genau. Doch kurzfristige Maßnahmen bringen keine nachhaltige Verbesserung. Deshalb setzen wir auf mittel- und langfristige Strategien, die die Gesundheitsversorgung dauerhaft stärken. Dazu gehören Investitionen in eine umfassende Ausbildungsoffensive und der gezielte Einsatz moderner Technologien. Digitale Versorgungsangebote und KI-gestützte Systeme entlasten das Gesundheitspersonal und helfen, die Versorgung auch in ländlichen Regionen und bei wachsendem Bedarf sicherzustellen. Unser Ziel bleibt: eine starke Gesundheitsversorgung, auf die sich die Menschen in Tirol jederzeit verlassen können.
– LRin Cornelia Hagele
 

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