Sie sind praktisch und bequem: E-Scooter gehören inzwischen zum alltäglichen Straßenbild in Tirol.
Insbesondere im urbanen Raum führt das jedoch zunehmend zu Konflikten. Zudem ist das Unfallrisiko mit den wendigen Zweirädern hoch. Betrachtet man ganz Österreich, so stieg die Zahl der verletzten E-Scooter-FahrerInnen 2025 um 29 Prozent. In der Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen gab es sogar einen Anstieg von 70 Prozent. In Tirol wurden insgesamt 240 Unfälle mit E-Scootern registriert, bei denen 231 Menschen verletzt wurden. Auffällig ist auch, dass bei jeder bzw. jedem achten E-Scooter-LenkerIn in Tirol eine Alkoholisierung festgestellt wird – das liegt deutlich über dem Durchschnitt anderer Verkehrsarten. Zum Vergleich: Bei Pkw-Unfällen sind es rund fünf Prozent und bei Fahrradunfällen rund sieben Prozent.
Für die nächste Generation ein Verkehrsmittel wie jedes andere!
Die Kinder von heute wachsen selbstverständlich mit E-Mobilität auf. Während es außer Frage steht, dass Fahrradfahren erlernt werden muss, wird beim Roller aktuell noch weniger genau hingeschaut. Dennoch dürfen Kinder ab zehn Jahren alleine mit dem E-Scooter am Straßenverkehr teilnehmen, sofern sie die Radfahrprüfung bestanden haben. Dabei sind sicheres Abbiegen, die vergleichsweise hohe Geschwindigkeit bei geringem Schutz und das Gewicht der Scooter durchaus herausfordernd. Mit Beginn des Schuljahres 2026/2027 werden Kinder in Tirol auch mit dem E-Scooter vertraut gemacht: Sowohl in der theoretischen Vorbereitung als auch bei den Übungsfahrten für den Radführerschein in der 4. Klasse Volksschule wird der E-Scooter künftig (auf freiwilliger Basis) eingebunden. So lernen die Kinder die geltenden Regeln kennen und sammeln erste praktische Erfahrungen in sicherer Umgebung. Für diese Initiative stellt der Verkehrssicherheitsfonds insgesamt zehn E-Scooter für die Mobile Jugendverkehrsschule bereit.
