17. Februar 2026

„Da sein“ macht den Unterschied

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Heuer findet erneut die Freiwilligenwoche statt – zum Programm zählen auch Veranstaltungen in Pflegeheimen.
Pflegelandesrätin Cornelia Hagele wird wieder dabei sein.
Ein geselliger Spieleabend, ein gemeinsamer Spaziergang oder einfach füreinander da sein: Ehrenamt in der SeniorInnenpflege hat viele Facetten.

Und in Tirol gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu engagieren. Wenn aus einem „Hoangascht“ auch Freundschaften entstehen …
Am Nachmittag schnell den Rucksack packen, aufs Rad schwingen und dann ab ins nahegelegene Pflegeheim. Dort warten die BewohnerInnen schon auf den wöchentlichen Spieleabend, bei dem Freiwillige in die Cafeteria kommen und gemeinsam mit ihnen eine Partie „Mensch ärgere dich nicht“ oder Karten spielen. Denn beim ehrenamtlichen Engagement in der SeniorInnenpflege dreht sich alles ums Zuhören, ums „Da sein“ und um Begegnungen. Wer sich freiwillig engagiert, merkt schnell: Aus einem „Hoangascht“ entwickelt sich gegenseitiges Vertrauen – und in vielen Fällen Freundschaft.

Das Ehrenamt in Zahlen

Tirolweit engagieren sich derzeit rund 5.200 Freiwillige im Pflegebereich (Stand: 16. Februar 2026). Knapp die Hälfte bringt sich bei mobilen Diensten ein, die andere Hälfte ist direkt in Wohn- und Pflegeheimen tätig. Beachtliche Zahlen – und doch braucht es weiterhin Menschen, die sich Zeit für andere nehmen und durch ihr Engagement den Alltag der SeniorInnen bereichern. In manchen Fällen ersetzen sie fehlende Angehörige – und übernehmen damit eine wichtige Aufgabe.

Lachen, spielen, Freundschaft knüpfen

Während viele SeniorInnen bereits ein aufmerksames Gespräch schätzen, können sich Freiwillige auch bei Gruppenaktivitäten wie Leserunden, Musizierabenden oder gemeinsamen Ausflügen einbringen. Eine weitere Unterstützung für noch zu Hause lebende SeniorInnen können Hilfe bei Behördengängen, kleine Handgriffe im Alltag oder das Liefern von „Essen auf Rädern“ sein.  

Reinschnuppern in die Begleitung von SeniorInnen

Wer sich für ältere Menschen engagieren möchte, hat mehrere Möglichkeiten: Zum einen können Interessierte direkt Kontakt mit den örtlichen Wohn- und Pflegeheimen oder mobilen Diensten aufnehmen – eine tirolweite Übersicht der Einrichtungen ist unter tirol.gv.at/pflege zu finden. Manche Tiroler Gemeinden verfügen auch über eigene KoordinatorInnen für Freiwillige – diese sind die örtliche Drehscheibe für alle Ehrenamtlichen und lokale Projekte. Zum anderen bieten die Tiroler Freiwilligenzentren einen Überblick zum Bedarf in der Region und haben direkten Draht zu den Pflegeeinrichtungen. Der große Vorteil der Freiwilligenzentren: Während ihres Engagements werden Freiwillige begleitet und können von Fortbildungen und Workshops profitieren.

Drei Wege für mehr Engagement

  • Direkt mit Wohn- und Pflegeheim bzw. mobilem Anbieter Kontakt aufnehmen
  • Bei Freiwilligen-KoordinatorInnen in der Gemeinde melden
  • Sich an eines der elf Tiroler Freiwilligenzentren wenden

Freiwilligenwoche mit SeniorInnen – vom Spieletag bis zur Rikscha-Fahrt

Einen ersten Einstieg ins Ehrenamt bietet die Freiwilligenwoche im April. In Innsbruck können Interessierte als angehende Rikscha-PilotInnen betagte Menschen auf kleinen Ausfahrten begleiten. Nach einer kurzen Einschulung beim ISD Wohnheim Lohbach geht es los mit einer gemeinsamen Stadtrunde – ein erster Einblick in eine Form der SeniorInnenbegleitung. In Pfaffenhofen steht bei der Tagesbetreuung „Hoamelig“ des Sozial- und Gesundheitssprengels Telfs und Umgebung vor allem der Spielspaß im Mittelpunkt: Beim Watten oder einer Partie Uno kommen Jung und Alt ins Gespräch – und für den nötigen Energieschub während der Spielrunden ist auch gesorgt. Alle Infos zur Freiwilligenwoche finden Sie unter: www.tirol.gv.at/freiwilligenwoche 

 

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